Stress – Flucht oder Kampf

Vor Millionen von Jahren bewahrte der Stressmechanismus unsere Vorfahren vor dem sicheren Tod. Standen sie auf der Jagd einem Säbelzahntiger oder einem Mammut gegenüber, mobilisierte ihr Körper innerhalb von Sekunden alle verfügbaren Ressourcen, damit sie handeln konnten. Kampf oder Flucht! Die körperliche Bewegung regulierte ihr Stresssystem wieder herunter und brachte den Organismus in seinen Gleichgewichtszustand zurück. So auch noch bis ins letzte Jahrhundert: „Früher, als noch mehr körperlich gearbeitet wurde, gab es sofort einen Ausgleich durch Bewegung.“ (Dr. Peter Heilmeyer bei www.manager-magazin.de)

Heute hingegen ist es anders: Die Arbeit ist geistig-kreativer Natur und entbindet weitgehend von körperlicher Aktivität, der Stress wird nicht ausgelebt und staut sich an. Während der Urzeitmensch seine Keule schwang, um den Stress zu minimieren, hauen Menschen heute ihre PCs in Stücke – sie haben keinen körperlichen Ausgleich mehr für die bereitgestellte Energie.

Oder aber die Reaktion läuft ins Leere, so dass sich die freigesetzten Energien dauerhaft gegen den eigenen Körper richten. Die vielen Stressoren, mit denen wir es heute zu tun haben wie Termindruck oder Konflikte lassen den Körper in chronischer Alarmbereitschaft verharren. Langfristige Folgen: Ermüdung, Erschöpfung, Zusammenbruch. Was einst natürlich und lebensnotwendig war, wird heute zur Bedrohung. Wir brauchen dringend einen Ausgleich, sonst gehen wir unter.